Veranstaltung im Rahmen der Reihe "Krieg ist ihr Frieden - Perspektiven gegen Militarisierung und Nato-Geburtstag" (Antimilitaristische Perspektive Göttingen, 16.02 - 27.03.2009)
Vortrag, Film und Diskussion mit Markus Euskirchen
Militärrituale sind fester Bestandteil der Bundeswehr. Truppenintern tragen
sie u.a. zur Formung der Soldatenkörper bei. Zur Akzeptanzbeschaffung und
Normalisierung militärischer Gewalt wirken sie auch in die nationale Öffentlichkeit.
Letztlich dienen Militärrituale der gewaltsamen Aufrechterhaltung des Zusammenhangs
Patriarchat-Kapitalismus-Nationalstaat. Dabei geht es z.B. um die (Re-)Produktion
von Männlichkeit (als Kämpfer, Techniker, Stratege, Führer) oder
um die gesellschaftliche Normalisierung von nationalem Heldentum und Opferbereitschaft.
Der Vortrag zeigt die Zusammenhänge zwischen der Show auf der Oberfläche
und den tiefer liegenden propagandistischen Zielen. Markus Euskirchen (www.euse.de)
hat Militärrituale in seiner Dissertation (2005, Papyrossa-Verlag) untersucht.
Er veranschaulicht die Ergebnisse seiner Analyse mit Bildern und Filmausschnitten.
In einer anschließenden Diskussion können Anknüpfungspunkte
für antimilitaristischen Widerstand gefunden werden.
Mittwoch, 4. März 2009, 20:30 Uhr im Theaterkeller, Geismarlandstr.
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Veranstalterin: Schöner Leben Göttingen, unterstützt vom Verein
Niedersächsischer Bildungsinitativen e.V. (VNB) und FSR der Philosophischen
Fakultät
Kinderbetreuung auf Anfrage.