Der große Persönlichkeitstest: Welcher Arbeits-Lebens-Typ sind Sie?:
Markieren Sie die von ihnen gewählten Antworten und rechnen Sie
die Punkte zusammen.
1) a:2 b:8 c:5
2) a:9 b:4 c:1
3) a:2 b:6 c:9
4) a:4 b:9 c:2
5) a:5 b:1 c:9
6) a:1 b:8 c:5
7) a:9 b:0 c:5
8) a:1 b:5 c:9
9) a:2 b:9 c:6
10) a:4 b:8 c:1
11) a:3 b:6 c:8
Meine Gesamtpunktzahl:
70 bis 96 Punkte
Sie sind der Traum jeder Firma. Pflichtbewusst, leistungsorientiert, immer motiviert
und zu allem bereit, was von Ihnen verlangt wird. Ihnen ist es wichtig, dass
der Laden läuft. Egal wo Sie arbeiten, Sie lieben es, wenn Sie KundInnen
zufrieden stellen können und alle mit anpacken, um ein ordentliches Betriebsergebnis
zu erzielen. Engagement für die Firma und Erfolg mit und in der Firma sind
die zentralen Triebkräfte in Ihrem Leben. Vermutlich haben Sie schon Karriere
gemacht oder sind auf dem besten Weg dazu. Aber wussten Sie schon, dass die
eigene Arbeitsleistung nur zu zehn Prozent bestimmt, wie Vorgesetzte und KollegInnen
über einen denken? Sie haben es schon geahnt? Ja, klar, das entgeht Ihnen
nicht. Und das macht sogar Ihnen weiche Knie: Wer, wann, wo „frei gesetzt“
wird, wird sogar für Sie immer schwerer vorherzusagen. Sie sind viel zu
gut informiert, um nicht zu wissen, dass die internationalen Märkte, der
technischer Fortschritt, Missmanagement und Rationalisierungen ständig
und überall Arbeitsplätze kosten. Dennoch geben Sie nicht auf. Sie
sind einE SpielerIn, aber der Einsatz wird immer höher. Sie stecken nun
alles in die Arbeit, damit der Sinn ihres Lebens „gesichert“ bleibt
und Sie die Nase vorn behalten. Dabei setzen Sie jedoch auf das falsche Pferd:
Denn der Laden für den Sie so reinhauen gehört Ihnen nicht und früher
oder später ziehen auch Sie deshalb die Arschkarte. Dann ist Ihnen Ihre
Familie aber schon entfremdet, und Freunde und Bekannte haben sich bereits enttäuscht
von Ihnen abgewendet.
Unser Tipp: Für Sie wird es höchste Zeit, Ihre Einstellung zur Arbeit
zu überdenken. Seien Sie schlau und setzen Sie auf andere Dinge als Leistung,
Lohn und Lamborghini. Wo sind Ihre wahren Interessen und Wünsche? Denken
Sie mal darüber nach, ob nicht auch Ihnen langfristig eine andere Gesellschaftsform
entgegen käme. Ohne den ständigen Konkurrenzkampf würden Ihre
Spielräume in Beruf und Privatleben wachsen - Kooperation heißt das
Zauberwort, dass Sie sich merken sollten. Wo Kooperation statt Konkurrenz herrscht,
können Sie ihre Kompetenz in viele Bereiche und Betriebe einbringen. Ihr
gesamtes Umfeld würde von ihrem Engagement profitieren, nicht nur eine
Firma. Und dort, wo gemeinsame Absprachen das Befehlen und Siegen um jeden Preis
ersetzen, können Sie sich auch viel flexibler mal zurückziehen, um
sich FreundInnen und Familie, Gesundheit und Erholung oder anderen Interessen
zu widmen.
56 bis 69 Punkte
Dass die Dinge, die Sie täglich nutzen, auch produziert werden müssen,
ist Ihnen klar wie Kloßbrühe. Vielleicht sogar zu klar: Denn Sie
sehen es als Ihre moralische Verpflichtung an, arbeiten zu gehen – und
zwar ausnahmslos. Sie schleppen Sie sich sogar noch mit dem fiesesten grippalen
Infekt zur Pflichterfüllung. Und um brav „Ihren Anteil“ zu
erledigen, lassen Sie auch niemanden einen Handstreich zu viel für Sie
tun.
Unser Tipp: Bitte schön, lassen Sie ruhig mal fünfe gerade sein. Ihr
Pflichtbewusstsein in Ehren, aber wir sind Ihnen schon dankbar, wenn Sie in
Maßen arbeiten und Ihren anderen Interessen und Wünschen auch mal
Raum verschaffen. Haben Sie kein schlechtes Gewissen, niemand sollte sich hemmungslos
und in allen Formen dem Diktat des Marktes oder eines Chefs unterwerfen. Denken
Sie, dass der ganze Mist, der an den verschiedenen Arbeitsstellen gemacht wird,
wirklich notwendig ist? Sie sind doch so eine praktische Person. Dann überlegen
Sie sich einmal, ob es nicht Formen der gesellschaftlichen Produktion geben
könnte, in denen es nicht darum geht, irgendetwas zu tun, um dafür
auf dem (Arbeits-)Markt Geld zu bekommen, sondern in denen der Gebrauchswert
der produzierten Dinge im Mittelpunkt der Tätigkeit steht. Ihr Pflichtbewusstsein
ist dann immer noch gefragt, aber dann sollten Sie ihre Arbeitsmoral überdenken.
Mit einem grippalen Infekt will Sie dann niemand mehr bei der Arbeit sehen -
sie könnten die KollegInnen anstecken und ihnen damit möglicherweise
ein geplantes Fest vermiesen.
31 bis 55 Punkte
Arbeiten muss sein, da geht leider auch für Sie kein Weg dran vorbei. Schließlich
brauchen Sie Geld zum Leben und die Firma ihren Profit. Damit hat es sich dann
aber auch. Sie strampeln sich nicht ab, nur um dem Unternehmen die Profitrate
zu sanieren. Ihre Interessen sind ganz andere als Ihr Leben damit zu verbringen,
sich als ArbeitnehmerIn ausbeuten zu lassen.
Unser Tipp: Sie sind auf dem richtigen Weg, aber warum halten Sie auf halber
Strecke inne? Machen Sie sich doch nichts vor: Verdrängen des Problems
oder ab und zu aufflackerndes Revoluzzertum werden am eigentlich Problem, nämlich
an dem Zwang, sich ausbeuten zu lassen, nichts ändern. Geben Sie Ihrer
Unzufriedenheit Hand und Fuß und gehen Sie die Sache richtig an: Helfen
Sie, eine Gesellschaftsform ohne Konkurrenz zu schaffen, in der sich die Menschen
kooperativ und solidarisch zueinander verhalten. Suchen Sie Menschen mit einer
ähnlichen Einstellung und begeben Sie sich mit Ihnen zusammen auf den Weg.
Beginnen Sie damit jetzt, und nicht erst wenn mit 75 die Rente kommt, wenn Sie
denn kommt. Es lohnt sich. Doch das wissen Sie selbst ja am Besten.
16 bis 30 Punkte
Wunderbar! Sie haben die Zeichen der Zeit richtig erkannt, und nutzen die Agenda
2010, um sich endgültig umzuorientieren. Ihre Arbeitseinstellung ist goldrichtig:
Sie wollen gar nicht arbeiten, sondern nur ein Einkommen, um ein Auskommen zu
haben. Zur Zeit machen Sie blau, wo es geht, helfen dann Ihren FreundInnen,
gehen Ihren Hobbys nach oder verbringen Zeit mit Ihrer Familie. Am liebsten
würden Sie Ihre Einkommenssorgen ganz loswerden, deshalb spielen Sie Lotto,
träumen vom erfolgreichen Banküberfall oder flüchten sich in
utopische Romane. Sie sind empfänglich für Lösungen, bei denen
alle – ob arbeitend oder nicht – gut leben können und der technische
Fortschritt dafür genutzt wird, den Arbeitszwang schrittweise zu reduzieren.
Ihnen ist zwar bewusst, dass man auch etwas produzieren muss, wenn man über
Güter verfügen möchte. Sie ahnen aber bereits, dass das Produzieren
auch kooperativ und selbstbestimmt und ohne Ausbeutung organisiert sein könnte.
Nur der Weg in diese Gesellschaft ist Ihnen noch unklar.
Unser Tipp: Sie sind bereit für die gesellschaftliche Innovation und sehnen
sich nach Möglichkeiten, selbstorganisiert zu leben. Suchen Sie den Austausch
mit anderen und beteiligen Sie sich an politischen Gruppen und Initiativen,
die das Problem im Kleinen und im Großen angehen. Denn wenn sich die Gesellschaft
nicht ändert, bleiben ihre Spielräume dauerhaft begrenzt.