Beiträge zur Überwindung von Herrschaftsverhältnissen Nr. 3, S. 1
Das WEF ist aus dem 1971 gegründeten European Management Forum
hervorgegangen. Schnell begann es nicht nur ein Symposium für Top-ManagerInnen
zu sein, sondern seinen Einfluß- und Betätigungsbereich auszudehnen.
Dazu wurde der TeilnehmerInnenkreis einerseits auf die politischen FührerInnen
erweitert und andererseits hat sich der Arbeitsbereich des WEF durch Gründung
verschiedener kontinentaler, regionaler oder nationaler Foren auf die ganze
Welt ausgedehnt. Mitglieder der Stiftung sind 1007 Unternehmen wie ABB, Coca-Cola,
Nestlé, Monsanto, Shell, McDonalds, Deutsche Bank etc. pp. Bei allen
Mitgliedern soll es sich um führende Unternehmen handeln, die entweder
entsprechende Umsätze aufweisen oder über einen großen gesellschaftlichen
Einfluß verfügen. Dazu kommen spezielle Kategorien von Mitgliedern,
wie die Global Media Leaders, die Global Cultural Leaders
oder der Nachwuchs unter 45, die Global Leaders of tomorrow.
Welches Geschäft, welche politische Maßnahme und welche Änderung
der globalen politischen Tagesordnung in Davos genau eingefädelt wird,
ist nicht bekannt. Das es dort aber gewiß um weitreichende Strategien
geht, die das Leben von Millionen von Menschen beeinflussen, zeigen die Erfolge,
die sich das WEF selbst zuschreibt. Darunter beispielsweise die Einberufung
der Uruguay-Runde, die zur Gründung der Welthandelsorganisation (WTO) führte,
oder die merkliche Beschleunigung der Annäherung zwischen Ost-
und West 1990.