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EU-Gipfel in Brüssel, World Economic Forum in New York,
Gegengipfel in Porto Allegre, NATO-Sicherheitskonferenz in München.
Internationale Treffen und Protestbewegungen dagegen reißen nicht
ab. In unserem Aufruf zu den Protesten in Genua haben wir deutlich gemacht,
dass wir diese Treffen zum Anlass nehmen kreativ, entschlossen und öffentlichkeitswirksam
gegen bestehende Herrschaftsverhältnisse zu protestieren, da die
Strukturen und Prinzipien der herrschenden gesellschaftlichen Ordnung
in diesen Treffen symbolhaft zum Ausdruck kommen. Diesmal gibt es deshalb
auch kein Flugblatt zu IWF, EU, G7 oder NATO, sondern zu besagter gesellschaftlicher
Ordnung - das heißt konkret zum Themenkomplex Herrschaft.
In den letzten Monaten starteten immer wieder Splittergruppen den Versuch,
schöner leben zu lieb zu finden. Wie eigentlich alle wissen könnten,
wollen wir jedoch nicht einfach allen vom Staat oder Einzelmenschen diskriminierten
vermeintlichen Fremden, vom Patriarchat genervten vermeintlichen Männern
und Frauen, vom vermeintlichen Sachzwang der Ökonomie genervten Menschen
freundlich zurufen: Ach bitte, lebt doch einfach ein bisschen schöner,
das kann ja kein Mensch mit ansehen! Reißt Euch mal zusammen, seid
nett zueinander! Was wir stattdessen wollen, erfahrt Ihr, wenn Ihr Euch
in hiermit vorliegendes Schriftgut vertieft.
... und um des schönen Lesens willen - kein Flugbuch. Stattdessen
verabreichen wir die Herrschaft, ihre Analyse und Strategien ihrer Abwicklung
in wohldosierten Abfolgen von drei Flugblättern: diesmal solls
darum gehen, was wir unter dem Begriff Herrschaft verstehen und auf welchen
Wegen und Weisen Herrschaft vermittelt wird. Das Thema Zuwanderung ist
hier unser konkretes Beispiel. Das nächste Mal beschäftigen
wir uns mit der Frage des wies und obs eines utopischen
Gegenentwurfs und im dritten Flugblatt dann mit politischen (Gegen-)Strategien,
Aktionsformen und möglichen BündnispartnerInnen.
Neue Leute (donnerstags um 20 Uhr im AStA) und Rückmeldungen (immer)
sind willkommen!

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